Ulrich Kretschmann

1963 in Haldensleben geboren, studierte von 1991-1996 bildenden Kunst an der Hochschule der Künste Berlin. 1997 war er Meisterschüler bei Prof. Lothar Baumgarten, lebt in Berlin.

www.ulrich-kretschmann.com

Die erhabenen Momente des Lebens besitzen einen Himmel, der sich überwölbt und in seiner aus Licht und Wasser lebenden Dynamik den Augenblick allwissend und doch undeutbar kommentiert. Laue Maiwolken, von der Nachtigall angesungene milde Mondhimmel, erdrückende Gebilde schwernasser Nächte – stets überraschend sich formierend ziehen die großen Wolkenhimmel der Kunstgeschichte über die Landschaft und lassen Kenner wie Träumer verstummen ob der Gewalt ihrer flüchtigen Übermacht. Ulrich Kretschmanns Gemälde sind selbst kreierte Himmelsgebilde und zugleich Porträts großer Wolkenmomente, die einen erstaunen und mit der Frage zurück auf der festen Erde lassen, ob sie Erinnerung oder Weissagung sind.

Ulrich Kretschmann widmet sich seit 2005 seinen atmosphärischen Himmelsbildern, nachdem er zuvor skulpturale Installationen schuf. Nach einem Unfall empfand er deren Schaffensprozess als zu unsinnlich und wendete sich ab von einer rein rational erschließbaren Kunst und damit von seinem früheren Werk. Die abstrakte Schule scheint in den Malereien durch und erhebt sie zu mehr als bloße Landschaftsmalerei.

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